St.-Georgs-Kirche

Foto: Elke Brüsch

Adresse

St.-Georgs-Platz 1
31162 Bad Salzdetfurth

Beschreibung

Im Sommer 1528 erschienen einige angesehene Bürger vor dem Bischof von Hildesheim und baten um Erhebung ihrer St.-Georgs-Kapelle zu einer eigenen Pfarrkirche. Der erste Pfarrer (nach der Chronik des im Fürstentum Hildesheim gelegenen Sol- und Fichtennadel-Badeortes Salzdetfurth von 1884) hieß Bertam Soltmann. Die Kirche war eine Kirche für die Salzpfänner und später die Bergleute, die dann auch untertage nach dem Salz schürften. Nach dem großen Brand von 1695 wird die Kirche 1700 wieder auf die Mauern der alten St.-Georgskirche aufgebaut. Nun aber im gotischen Stil: Mit Tonnengewölbe und mit barockem Schmuck.

Da der Turm schon vorhanden war, konnte das Kirchenschiff nur nach Westen gebaut werden, weil östlich des Turms ist die Lamme. Normalerweise haben gotische Kirchen im Osten den Chor mit dem Altar und im Westen einen Turm. So haben wir einen Altarraum in dem dicken Wehrturm der Kirche.

Der Barockmeister J. H. Lessens aus Goslar hatte den Auftrag bekommen, die Figuren des Altars zu fertigen. Er machte die Kreuzigungsgruppe nach Johannes 19, wo Christus Johannes und Maria zueinander weist: Frau, das ist dein Sohn! - Siehe, das ist deine Mutter! (Joh 19,26+27) Darüber ist das Wappen Salzdetfurths mit drei Salzhaken zu sehen. 1717 wurde der Barockaltar aufgestellt.

Oben drüber sehen wir die Taufe Jesu, eingerahmt von Mose und Zacharias, dem Vater Johannes des Täufers. Und im dritten Geschoß ist die Auferstehung Christi dargestellt. Der Auferstandene steht zwischen zwei Engeln. Die beiden äußeren Säulen des Altars sind von Weinreben umrankt, die beiden inneren von Rosengewinden.

Überhaupt ist die Kirche reich bebildert. Sie ist nach Bergbau-Tradition dem Heiligen Georg gewidmet. Auf der Westseite ist eine Tür, die heute nicht mehr benutzt wird. Aber oben über dieser Außentür ist ein Steinbild von St. Georg zu finden, wie er den Drachen tötet. Wenn man vor der Kirche steht, ist das Wahrzeichen von Bad Salzdetfurth rechter Hand in der Kirchenmauer zu sehen: Ein „Soltmann mit den Salzhaken“

Pastor Stephan Wallis